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Vorschau - Erbrecht Vortrag am 25. September 2018

Wiederholung des Vortrags „Tipps zum Testament für Immobilieneigentümer“

  • am Dienstag, 25. September 2018
  • im Gasthaus Hirschen, Hauptstraße 17, 79804 Dogern
  • um 19.00 Uhr

„Tipps zum Testament des Immobilieneigentümers“ war der Titel einer mehrmaligen Vortragsveranstaltung von Haus & Grund Hochrhein e. V. im Frühjahr in der Geschäftsstelle, Waldshut-Tiengen. Als Referenten hatte der Immobilienverband den erfahrenen Fachanwalt für Erbrecht Anton Bernhard Hilbert aus Waldshut-Tiengen gewinnen können.

Hilbert machte klar, dass Immobilieneigentümer das Schicksal ihrer Grundstücke und Gebäude nicht dem gesetzlichen Erbrecht überlassen könnten. Es seien weise Testamente erforderlich, damit die hart erarbeitete Immobilie nicht an der „teuflischen Dreifaltigkeit“ aus Pflichtteil, Erbengemeinschaft und Erbschaftsteuer zerschlagen werde.

Wichtigstes Regelungsziel eines gemeinschaftlichen Ehegattentestaments sei die Absicherung des überlebenden Ehegatten, so Hilbert. Die werde grundsätzlich durch das so genannte Berliner Testament erreicht. Das Berliner Testament sei deshalb die bei weitem beliebteste Testamentsform in Deutschland. Hilbert stellte die Urform des Berliner Testaments im Wortlaut dar.

Allerdings, so der Referent, habe das Berliner Testament auch erhebliche Nachteile. Der überlebende Ehegatte sei unter anderem durch Pflichtteilsansprüche der Kinder, aber auch durch die Erbschaftsteuer in seiner Lebensgrundlage möglicherweise gefährdet.

Durch sinnvolle Ergänzungsregelungen könne dem Berliner Testament aber sozusagen der „Turbo“ verpasst werden. Mit dieser Aufrüstung sei es auch mit dem Berliner Testament möglich, solchen Gefahren zu entkommen oder sie wenigstens zu entschärfen.

Zu den empfehlenswerten Turbo-Regelungen gehöre, so Hilbert, das erst vor wenigen Jahren entwickelte „Supervermächtnis“, mit dem der belastenden Erbschaftsteuer der Zahn gezogen werden könne.

Die gefährliche Erbengemeinschaft könne vermieden werden, indem nur eines der Kinder als Erbe eingesetzt, die übrigen enterbt, aber zum Ausgleich mit einem Vermächtnis bedacht würden. Hilbert wies allerdings darauf hin, dass die damit verbundene Zurücksetzung der übrigen Kinder zu schweren Konflikten unter den Geschwistern führten.

Sinnvoll und friedensstiftend sei es deshalb, die Kinder immer zu gleichen Teilen als Erben einzusetzen. Die individuelle „Feinverteilung“ könne durch ergänzende Anordnungen, beispielsweise der Testamentsvollstreckung, aber auch von Vermächtnissen oder Teilungsanordnungen, vorgenommen werden. So ließen sich die Risiken sowohl der Erbengemeinschaft als auch der Erbschaftssteuer weitgehend beherrschen. Auch für solche Gestaltungsmöglichkeiten gab der Referent Textvorschläge.

Hilbert wies darauf hin, dass kein Fall wie der andere sei. In seiner Berufspraxis habe er überschlägig mehr als 2.000 Testamente gestaltet. Keines sei wie das andere gewesen. Er warnte davor, Textvorlagen aus dem Internet einfach zu übernehmen, ohne sich über die Folgen genau im Klaren zu sein. Schließlich wünsche sich ein jeder, dass sein Testament Frieden und Eintracht bei den Erben stifte.

Die Investition in ein gutes Testament erspare jahrelangen erbitterten Erbschaftsstreit. Prozesse um die Erbschaft gehörten zu den erbittertsten und teuersten Streitigkeiten, warnte Hilbert. Die Prozesskosten beliefen sich auf ein Vielfaches der Kosten für eine Gestaltungsberatung durch einen Fachanwalt für Erbrecht. Der achte immer darauf, mit klaren Regelungen nicht nur dem Streit vorzubeugen, sondern auch sowohl das Familienvermögen als auch den Familienfrieden bestmöglich zu erhalten und die Wünsche seines Mandanten genau in sein Wunschtestament umzusetzen.

Anmeldungen

  • Geschäftsstelle von Haus & Grund Hochrhein e.V., Rheinstr. 1, 79761 Waldshut-Tiengen,
  • Tel. 07751 7676 oder
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Einen Beratungstermin für Interessierte bietet Haus und Grund Hochrhein in der Rheinstraße 1 in Waldshut
am Dienstag, 09.10.2018, von 14.00 – 17.00 Uhr an. Termine werden nach Reihenfolge der Anmeldungen vergeben.

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Rückblicke

Interview mit Anton Bernhard Hilbert

09.06.2018 - Erfolgreicher Tag der offenen Tür

26.04.2018 - Mitgliederversammlung

10.04.2018 - Tipps zum Testament des Immobilieneigentümers

20.03.2018 - Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Vorsorgeanwal

30.01.2018 - Das Testament des Immobilieneigentümers

07.12.2017 - Der Turbo des Berliner Testament

26.10.2017 - „Einbruchgefahren und Einbruchschutz“

23.09.2017 - Tag der offenen Tür

01.07.2017 - Sommerausflug ins Kinzigtal

11./12.05.2017 - Zentralverbandstag

Mai 2017 - Vitra Besichtigung, Weil am Rhein

27.04.2017 - Mitgliederversammlung

25./26.3.2017 - IMMO-Messe